Schizophrenie und Armut

Wenn jemand an Schizophrenie erkrankt, vervielfacht sich sofort sein Armutsrisiko. Oft sagt schon in der Ersterkrankung ein Arzt: “Sie werden mal Hartz IV oder Grundsicherung brauchen.” Statistisch gesehen trifft das auch auf fast alle Betroffenen zu – völlig unabhängig von ihrer Qualifikation. Aber woran liegt das eigentlich?

Oft ist es so, dass jemand phasenweise nicht arbeiten kann und dann bei Hartz IV landet. Nur eine kleine Minderheit aller Menschen, die jemals auf Hartz IV angewiesen waren, finden da dauerhaft wieder raus. Außerdem zielt das JobCenter fast immer auf Vollzeitarbeit ab, was nur wenige schaffen. Auch die diversen Reha-Maßnahmen oder Umschulungen führen bei Schizophreniekranken selten zu einem Beschäftigungserfolg, der aus der  Armut führt.

Was also tun? Sicherlich sollte die Gesellschaft besser für die Betroffenen sorgen. Sicherlich sollte der Arbeitsmarkt uns offener begegnen, uns eine Chance geben. Aber das ist alles Zukunftsmusik. Was kann der einzelne jetzt machen?

  • So gut wie möglich von dem bisschen Geld leben. Gut für sich sorgen.
  • Sich weiter bewerben. Nicht aufgeben.
  • Die eigene Arbeitsfähigkeit verbessern. Etwa durch ein Ehrenamt oder eine kreative Beschäftigung.
  • Sich gute Freunde suchen, die Mut machen.

Vielleicht wäre auch EX-IN etwas für Sie? Die allermeisten Teilnehmer sagen, dass ihnen EX-IN etwas bringt, auch wenn es nicht immer zu einer Arbeit führt.

Wenn Sie betroffen sind: Haben Sie Mut! Glauben Sie an sich! Aber setzen Sie sich auch realistisch mit Ihrer eigenen Belastbarkeit und Qualifikation auseinander.

Suchen Sie sich Ihren Weg! Schon so mancher Betroffene hat es geschafft…

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